11.05.2003
9:20:
Wie verabredet rufe ich Bernd Spörke, den Vermieter der Ferienhütte
in Schweden an, um ihm Bescheid zu geben, dass Tamara und ich
losfahren.
9:30:
Tamara hupt und wir brechen auf nach Neunkirchen-Seelscheid, zum
Informationsaustausch über Buchung, Lage und Preis der kleinen,
stillgelegenen Unterkunft bei Los.
10:00:
Nachdem die Straßen immer enger werden, wird uns klar: Gummersbach
ist nicht das Ende der Welt ;-)
10:15:
Bei den Spörkes angekommen, begrüßt uns zuerst
der Jagdhund (kleiner, süßer Dackel) und danach der
Herr des Hauses Bernd (ca. 1,80m hochgewachsener, barfüßiger,
grauhaariger [zumindest die Haare, die da waren] Mann). Er führt
uns in sein, nach Schrebergarten wirkendes, Anwesen und stellt
sich als Bernd, der Hausvermieter (Förster am Flughafen Köln/Bonn)
vor und bittet uns an den Holztisch in der Mitte des kleinen,
gemütlichen Jägerwohnzimmers einen Platz direkt vor
dem Laptop an.
Bernd gibt uns einige Informationen über die Lage seines
Anwesens, der Ausstattung der Häuser, dem Verhalten gegenüber
Einheimischen (Braunbären, Elche, Eivor, etc…) und
den Ausflugsmöglichkeiten vor Ort.
Tamara und ich versinken völlig in der Vorstellung eines
solchen abenteuerlichen Urlaubs in Schweden, fernab von Hektik,
Stress und Zivilisation (arme Studenten!)
Da Lore, Bernds Ehefrau, einwirft, dass RyanAir, unser Billigfluganbieter,
nicht Stockholm Arlanda, den Hauptflughafen in Stockholm, sondern
einen abgelegenen Flughafen anfliegt (Skavsta [südlich von
Stockholm]), was wir allerdings vehement bestreiten, schließlich
können wir mit dem Internet umgehen, mache ich mir in meinem
Kopf eine Notiz, dies trotzdem sicherheitshalber nachzuprüfen.
Nachdem unser Wissensdurst zunächst gestillt ist, möchte
uns Lore einige Fotos vom Karlsforst und Umgebung auf ihrem Laptop
vorführen. Damit ist sie allerdings überfordert, so
dass ich ihr zeige, wie man mit Hilfe des Arbeitsplatzes eine
Diashow startet.
Mit jedem Foto steigt unsere Begeisterung (boah, da in dem Haus
kann man einen Laptop anschließen und das ganz ohne Adapter…
Ein Klo für zwei, das hat auch nicht jeder [Notiz: Foto machen
*gg*])
Leider wird uns Hobbyastronomen wieder mal eine Vision von sternenklaren
Nächten, mit schwarzem Himmel und Sicht bis zur Wega genommen
(ich sag nur: „Lass uns den Sonnenuntergang anschauen! Fahren
wir nach Süden!“), da es lediglich so von 2 bis 3 Uhr
nachts mal kurzzeitig dämmern wird. (auch ein Erlebnis für
sich)
Ohne groß weiter zu überlegen, sagen wir Bernd, er
möge uns doch bitte die Jagdhütte in der Zeit vom 20.7.
– 27.7. reservieren. Da wir die ersten Besucher sein werden,
bittet er uns noch, seine Gästebücher, in dem geheime
Wanderwege, die mit orangenen Punkten markiert wurden, verzeichnet
sind, mit in den Norden zu nehmen.
Wir verabschieden uns und fahren aus der Walachei zurück
in die Zivilisation.